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Lauterbacher Kriegsschicksal ist Teil einer Ausstellung in der Normandie

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um die Gräber deutscher Kriegstote im Ausland. In der Normandie betreut er unter anderem die Kriegsgräberstätte Mont d’Huisnes, etwa fünf Kilometer vom Mont Saint Michel entfernt. 

Hier liegen fast 12.000 Tote des Zweiten Weltkriegs begraben, darunter Soldaten aber auch einige Ziviltote. Am 7. Juni 2024 eröffnet auf dem Friedhof eine neue Dauerausstellung. Mit Fotos, historischen Dokumenten und Texten wird darin die Entstehungsgeschichte des Friedhofs erläutert: Im Eingangsgebäude wird das Kriegsgeschehen beleuchtet, in dem viele der hier Bestatteten ihr Leben verloren. Anhand ausgewählter Protagonistenerzählungen wird der Fokus darauf gelegt, in welchen Formen Krieg Einzelschicksale betrifft. So werden die Biografien von vier deutschen Soldaten aufgearbeitet, die während der Schlacht um die Normandie 1944 in Frankreich eingesetzt waren. 

Auch zwei Angehörige der Waffen-SS und deren mögliche Beteiligung an Kriegsverbrechen müssen in der Ausstellung erläutert werden. Und auch die Schicksale von drei deutsche Ziviltoten, die in einem französischen Lager interniert waren, werden thematisiert. 

Edmund Baton

Einer davon ist Edmund Baton, ein vierzehnjähriger Junge aus Lauterbach, der im Juli 1945 im Lager La Chauvinerie verstorben ist. Mithilfe der Familie Baton konnte Edmunds Lebensgeschichte aufgearbeitet und in die Dauerausstellung eingebunden werden. Das Bild der Familie Dröschel, das bei Recherchen in einer früheren Ausgabe des Lauterbacher PLOPP entdeckt wurde, wird mit einem Ausschnitt aus Katharina Dröschels Zeitzeugenbericht aus Poitiers teil dieser Darstellung sein.

Hier der Link zu einem Beitrag des Volksbundes über das Projekt: https://www.volksbund.de/nachrichten/mont-de-huisnes-grossprojekt-auf-der-zielgeraden

Zeitzeugenbericht von Edwin Rouget, PLOPP 24 von 2007, S. 15 https://issuu.com/plopp/docs/plopp24

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18. Mai 2024